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„Farbe als Übersetzung des Sichtbaren“

Meine Arbeiten bewegen sich im Bereich der zweidimensionalen abstrakten Kunst. Ausgangspunkt ist ein Moment, eine Struktur, ein Lichtspiel, das mich inspiriert. Aus dieser Basis entwickle ich Farbserien, in denen ich die emotionale und formale Essenz des Ausgangsbildes neu interpretiere. So entstehen abstrakte Kompositionen, die das Verhältnis von Wahrnehmung, Erinnerung und Farbe erforschen. Linien lösen sich in Flächen auf, Formen werden zu Schichten von Farbe, die wie Erinnerungen über- und ineinander liegen.
Mich fasziniert insbesondere die Transformation: der Übergang vom realen Motiv zur reinen Farbfläche, von der dokumentierten Wirklichkeit zur subjektiven Empfindung.

Der Moment, in dem das Erkennen kippt – wenn das Bild seine Gegenständlichkeit verliert und etwas anderes sichtbar wird: Rhythmus, Energie, Resonanz. Jede Arbeit ist ein Versuch, das Verhältnis von Realität und Wahrnehmung neu zu vermessen. Die Farbe dient mir dabei als Sprache und als Denkraum. Sie ist das, was bleibt, wenn die Welt sich auflöst – eine Spur des Sehens, verdichtet zur reinen Empfindung.